Eine Straftat ist geschehen
Der Täter-Opfer-Ausgleich als Chance

Der aussergerichtliche Lösungsweg zu Ausgleich und Befriedung für Täter und Opfer von Straftaten

individuell. diskret. konsequent.


Mediation in Strafsachen
Professionelle Konfliktregelung

Eine Straftat wird begangen, etwas Ungerechtes geschieht, Menschen werden zu Opfern, Menschen werden zu Tätern. Oft nicht gewollt. Dennoch passiert es. Eine große Belastung für alle Beteiligten. Der Täter-Opfer-Ausgleich ist eine im Strafrecht (StGB) verankerte Möglichkeit, Straftaten außergerichtlich zu bearbeiten und zu lösen.



Das Erfolgsprinzip

Neutrale und engagierte Mediatoren vermitteln professionell zwischen Opfern und Tätern:

Alle Beteiligten dürfen über ihr Erleben, ihre Ängste, Verletzungen, Schuldgefühle und Wünsche in einem geschützten Rahmen sprechen.

Lösungen können gefunden werden. Auch, um künftig besser mit Konfiktsituationen umgehen zu können. Der Opferschutz steht dabei an oberster Stelle.


Die Vorteile
Chancen für beide Seiten

Die Opfer erhalten die Gelegenheit,

  • ihre Verletztheit, Wut oder Trauer zum Ausdruck zu bringen,
  • ihre Wünsche zur Lösung des Konflikts vorzubringen,
  • ihre Vorstellungen über eine Wiedergutmachung zu äußern,
  • gegebenenfalls direkt und unbürokratisch eine Wiedergutmachungsleistung zu erhalten,
  • ein zeit- und kostenaufwändiges Zivilverfahren zu vermeiden.
Die Täter erhalten die Möglichkeit,
  • die Verantwortung für die Tat zu übernehmen,
  • die Hintergründe für ihr Verhalten zu schildern,
  • sich mit den Folgen für das Opfer auseinanderzusetzen und sich für ihr Verhalten zu entschuldigen,
  • den Schaden aktiv nach ihren Möglichkeiten wiedergutzumachen,
  • gegebenenfalls eine gerichtliche Bestrafung zu vermeiden bzw. abzumildern.


Die Voraussetzungen
Zum Gelingen eines Täter-Opfer-Ausgleichs

Die Teilnahme an einem Täter-Opfer-Ausgleich ist freiwillig und kostenlos! Täter und Opfer stimmen unabhängig voneinander dem Ausgleichsversuch zu.

Die Beschuldigten sind bereit,

  • die Verantwortung für ihr Verhalten zu übernehmen,
  • sich mit den Geschädigten auseinanderzusetzen,
  • den angerichteten Schaden im Rahmen ihrer Möglichkeiten wiedergutzumachen.

Die Opfer sind bereit,

  • sich mit Hilfe der Mediatoren mit den Beschuldigten direkt oder indirekt auseinanderzusetzen.

Schildern Sie uns Ihren Konflikt und wir klären mit Ihnen die Chancen auf eine Einigung.


Der Ablauf
Ein bewährter Erfolgsprozess

  1. Täter und/oder Opfer melden sich in unserer Fachstelle.
  2. Auch können Polizei, Staatsanwaltschaft und Richter einen Täter-Opfer-Ausgleich beauftragen.
  3. Wir vereinbaren zeitnah Gespräche mit den Konfliktparteien, die getrennt voneinander stattfinden.
  4. Erst wenn alle einem Täter-Opfer-Ausgleich zustimmen, kommt es zu einem oder zu mehreren gemeinsamen Ausgleichsgesprächen.
  5. Möchte jemand der anderen Partei nicht persönlich begegnen, übermitteln die Mediatoren die Anliegen.
  6. Ziel aller Ausgleichsgespräche ist, Möglichkeiten zur Wiedergutmachung zu finden. Diese ist auf vielfältige Weise möglich: Bitte um Entschuldigung, Geldzahlung, Arbeitsleistungen...
    kurz: Alles, was hilft und leistbar ist.
  7. Die erarbeiteten Lösungen werden in einer verbindlichen Mediations-Vereinbarung festgehalten.
  8. Wenn Staatsanwaltschaft oder Gericht Auftraggeber des Täter-Opfer-Ausgleichs sind, werden diese über die Ergebnisse des TOA's informiert.
  9. Die Mediatoren prüfen die Einhaltung der Vereinbarung.


Weiterführende Links



Nothilfe Birgitta Wolf e.V. | Postfach 42 | 82441 Ohlstadt | Tel. 08841-6769919



mediation.html - letzte Bearbeitung: 22:07 23.10.2026